Die bearbeiteten Einzelteile in alphabetischer Reihenfolge


Ich bin kein Bootsbauer (auch wenn ich manchmal überlege ob mich jemand in meinem Alter noch als Lehrling nehmen würde ;-). Das hier ist / war mein erstes Refit-Projekt. Meine hier zusammengetragenen Erfahrungen nicht als der Weisheit letzter Schluss anzusehen. Jedem der wie ich ohne Ahnung zu Beginn an ein Refit geht, rate ich sich zu belesen und sich Rat zu suchen bevor man sich mit irgendeiner Schnappsidee das Boot versaut.  Die alphabetisch sortierten Themen werde ich nach und nach ausfüllen so wie ich an den Teilen  arbeite, also nicht wundern wenn etwas zusammenhanglos erscheint oder manche Bilder einen älteren Zustand zeigen. 

Vorweg gesagt sollte man sich als erstes vernünftige und bequeme Schutzausrüstung, insbesondere einen guten Mundschutz/Luftfilter besorgen, den man auch länger tragen kann. Eine Schutzbrille und was für die Ohren sind auch ganz ratsam.

 

 

 

Auftriebskörper


Eigentlich sind die Dinger beinahe zu banal um ganz oben zu stehen, aber sie machen die Koralle sicherer und sollten immer mal einen Kontrollblick wert sein, ob sie auch die Luft halten. Einer meiner Auftriebskörper verlor Luft. Um das Leck zu finden habe ich ihn aufgeblasen und mit einem feuchten Lappen mit Duschgel abgewischt.  Über dem Loch gabs eine gut zu sehende Luftblase. Stelle markieren, reinigen, trocknen, Luft raus, Fahrradflicken drauf, aufblasen und kucken ob es hält.  It's as simple as that! 

Lecksuche

Fahrradflicken ohne Vulkanisiermittel, direkt zum Aufkleben.

Nettes Hilfsmittel auch vom Vorbesitzer: kurzes Band um das Ventil einfacher rausziehen zu können.

Die 12V Luftpumpe für den Zigarettenanzünder im Auto gabs bei einem Ebayhändler sehr günstig. Wichtig ist eine mit langen Kabel zu nehmen (hatte ich nämlich nicht dran gedacht) oder einen Plan B zu haben. Ich mach mir zwar noch ein Verlängerungskabel, aber ich habe mich zwischendurch an meine Batteriebox erinnert.

 

 

Beschläge


Die Orginalbeschlage sind vom Vorbesitzer durch klasse Messingbeschläge ersetzt worden. Die sind natürlich nach Jahren ordentlich angelaufen.  Ich habe Autosol angetestet und bin mit dem Ergebniss sehr zufrieden. Wenn man mit der Hand arbeitet brauch man neben einer Tube Autosol auch noch Einmalhandschuhe, Lappen und eine Menge Gedult.

Den Orginalen Bugbeschlag habe ich leider nicht, aber ich habe ein paar Ersatzteile bei Ebay erstanden, bei denen auch die Heckgriffe dabei waren.

Soweit ich weiß gab es im Internet auch schon erfolgreiche Bestrebungen den diese Griffe nachgießen zu lassen.

 


Bootsname

Klingt auch wieder banal, aber spätestens wenn man sich mal damit beschäftigt wieviele Schriftarten es gibt, sieht das schonwieder ganz anders aus. Gut für mich ist das ich seit einigen Monaten zugang zu einem Folienschneidplotter habe. Nachdem ich mich für einen Namen entschieden hatte und die Schriftfarbe auch klar war, habe ich mir im Internet eine Schriftart gesucht. Dazu gibt es Webseiten die einem sogar schon seinen Bootsnamen in einer Vorschau ansehen kann was ich sehr hilfreich fand. 

Leider konnte die Schnittsoftware die Buchstaben, nachdem ich die Schriftart besorgt hatte, nicht sauber aneinandersetzten. Manuell war dies aber schon möglich. Nach dem Plotten musste nur noch die überschüssige Folie entfernt , Transferfolie aufgeklebt und das ganze auf das Boot gebracht werden. Allerdings hoffe ich seitdem inständig nie wieder mit Metallfolie arbeiten zu müssen, da das viel nerviger ist als mit den normalen. 

Interressant finde ich auch die Bemühungen von Forumsteilnehmern die Originalen Schriftzüge und das Atlanta-Koralle Logo mit Erfolg zu reproduzieren.




Deck

Funier                                                                                                                                                            Ich habe gedacht ich  komme mit einer neuen Lage Funier auf dem Vordeck gut hin und habe mich eingehend mit dem Thema Furnierkleben befasst. Leider konnte ich trotz intensiver Recherche keine einzige echte Anleitung finden und war schon drauf  und dran selbst eine zu verfassen. Das hat sich ziemlich schnell erledigt als ich das beschädigte Funier etwas großflächiger abgelöst habe. Das Holz darunter ist ziemlich weich und lässt sich relativ leicht eindrücken.


Holz                                                                                                                                                               Ich habe beschlossen das ganze Vordeck zu ersetzen. Dazu brauche ich erstmal 165cm x 135cm 4mm  wasserfest verleimtes Bootbausperrholz AW100. Nachdem ich Internetforen und gelbe Seiten durchgesehen hatte, habe ich einfach mal einen Holzhändler in der Nähe meines Arbeitsplatzes angerufen und hatte Erfolg. Dazu muss ich sagen, dass ich damit in der Eifel schon relativ Glück hatte, denn die bekannten Bootsbausperrholz-Händler verkaufen nur ganze Platten. Diese müssen dann aus logistischen Gründen durchgesägt werden. Dazu kommt dann eine Trägerplatte zum Schutz und Versandkosten und man ist locker bei 200 bis 250€. Bei meinem Händler gab es leider nur  Schäldeck und kein Messerdeck. Ich habe dafür aber auch meinen Zuschnitts bezahlt und habe ausserdem 6mm zum gleichen Preis wie 4mm bekommen, weil es nichtmehr da war.  Messerdeck wäre natürlich schöner gewesen.

Alternativ habe ich erfahren, dass man wohl im Bauhaus mit Nautic-Abteilung Bootsbau-Sperrholzzuschnitte bestellen kann.


Werkzeug                                                                                                                                                            Ich habe mich länger damit beschäftigt wie ich die Decksform am besten ausgeschnitten bekomme. Eine  Mini-Handkreissäge schien mir Ideal, ich hatte aber auch gern mit einer japanischen Säge geabeitet die aber eher schlecht für Kurven geeignet zu sein scheint. Letztendlich habe ich mich für ein Dreierpack mit BOSCH T308BOF ausrissfreien Stichsägeblättern entschieden. Etwas später lockte dann doch das Prospekt von OBI  zum 40sten Jubiläum mit Vibrations-Multitool und Mini-Handkreissäge der Firma Works für je ca. 75€  sowie Bonuspunkte. Witzigerweise fehlen mir  danach noch 5 davon und die passende Bosch Stichsäge gabs für 20€ noch hinterher. (Übrigens gab es  2 Wochen später bei einem anderen Baumarkt ein Vibrations-Multi für ca. 37€ und eine Kreissäge für 69€ beides von Einhell.) Tischler kleben übrigens die Schnittlinien mit ganz normalen Paketklebeband ab um ein Ausreißen möglichst zu verhindern. Japanische Zugsägen kann ich trotzdem für grade Schnitte absolut empfehlen.


Ablösen des alten Vordecks                                                                                                                    Als erstes habe ich mir für den Notfall eine Schablone vom Vordeck angefertigt. Mittels Zeitungspapier, Klebeband, Wachsmalstift und Schere ist das kein großer Aufwand, dafür aber ein nettes Sicherheitsplus das ich gerne mitnehme. Etwas schwerere LKW-Plane funktioniert noch besser und hält auch länger.

Danach ging es an das entfernen des Vordecks. Habe dabei vorerst lieber mit der Hand gearbeitet und einen ganz normalen Stechbeitel benutzt.  


Danach habe ich versucht die Reste vom Deck mit dem Multitool mit dem normalen Spachtelaufsatz von den Streben abzubekommen. Selbst mit niedriger Drehzahl muss man sehr aufpassen das man nicht tiefer ins Holz der Streben kommt.


Das Schwarze sind Kleberreste. Zum Teil sieht es so aus als wäre das Oberdeck an manchen stellen nicht richtig mit der Konstruktion  verklebt gewesen. Warscheinlich wegen mangelndem Druck. Die Leisten sehen, bis auf die zwischen Steuer- und Backbord verlaufende halbrund geschnittene Leiste, so aus als ob sie aus Kiefernholz wären.

Für die groben Schleifarbeiten habe ich meinen 15€ Parkside Dreieckschleifer mit 60er Papier benutzt.  Für die etwas feineren Sachen das Multimaster ähnliche Gerät mit 80er.  Ich bin sehr begeistert das man beim schleifen mit dem Ding das Gefühl hat einen Schleifklotz zu haben, weil die Klettverbindung und die Auflage weniger nachgeben als bei herkömmlichen Schleifern. Leider hab ich es wohl etwas übertrieben ...



Anpassen des neuen Stücks                                                                                                                   Als erstes habe ich mich für eine Holzseite entschieden, dann die Papierschablone aufgelegt, beschwert und mit dem Wachsmalstift angezeichnet, indem ich viele Striche vom Papier zum Holz hin gemacht habe.  Ich habe mich entschieden die Warnung aus einem Forumsbeitrag zu beherzigen und das Holz nach dem Kleben auf dem Boot auszuschneiden. Also habe ich beim Zurechtsägen mindestens 2 cm zugegeben was sich sehr sehr bewährt hat. Danach habe ich die beiden Spitzen an Steuer- und Backbord mit dem schleifer angepasst. Leider habe ich auch den Fehler gemacht auch die Bugnase schon anpassen zu wollen weshalb mir da jetzt ein paar Millimeter Holz fehlen.

Großzügiger Testschnitt mit ausrissfreiem Stichsägeblatt


Fixieren und Gewichte                                                                                                                              Bei meinen Nachforschungen zum Thema Furnier kleben und dem Tipp Haushaltsfolie als Trennmittel zu benutzen, vermutlich weil es sich einfach Wegschleifen lässt oder besser gesagt garnicht erst mit Epoxiharz haftet. Ich bin auf die Idee gekommen mit Sand gefüllte TetraPacks als Gewichte zum kleben zu benutzen. Sicherheitshalber werden die Deckel mit Sekundenkleber verklebt. Das das zwar ziemlich bescheuert aussieht wenn jede Menge Milchtüten auf meinem Vordeck liegen soll mir mal egal sein. Sollte ungewollt irgendwas festkleben, einfach vorsichtig abschneiden / reißen und den Rest abschleifen. Man braucht übrigens sehr  viel Gewicht. Dazu kamen noch 20 (besser wären 30 gewesen) Schraubzwingen, ebenfalls von Ebay sowie 2 Spanngurte.

Sandgewichte

Habe mir überlegt wie ich das Vordeck beim Kleben etwas abfangen kann und habe mir ein paar Stücke Dachlatte zurechtgesägt. Sie stecken nur grade so drunter, dass sie halten aber mehr auch nicht um das Deck nicht unnötig anzuheben.

Abfangen des Decks


Kleben                                                                                                                                                           Das Wichtigste zuerst: Immer mit Mund- Augenschutz und Handschuhen arbeiten. Kein Refit ist es Wert sich die Gesundheit zu versauen!  Eine Mal-eben-schnell Mentalität ist meiner Meinung nach hier eher nicht angebracht!

Als Kleber wurde mir Epoxidharz empfohlen. Habe bei Ebay zwei 1,6Kg Gebinde ersteigert. Ich habe Inklusive Versandkosten ca. 9€ / Kg bezahlt. Vorbereitung ist alles, wie man so schön sagt. Leider ist es bei mir trotzdem nicht so gut gelaufen.  Aus Fehlern lernt man am besten, wenn es nur nicht so lästig wäre welche zu machen.  Der erste Versuch ging gründlich schief  weil ich das Kleben nicht gut genug vorbereitete hatte.  Wenigstens kann ich jetzt  aus Erfahrung sprechen, zumindest ein wenig.  Der zweite Versuch war dagegen sehr zurfriedenstellend.  Mir haben folgende Dinge sehr geholfen: genaue Mischtabelle, möglichst glattes, sauberes und unbedingt ausreichend großes Mischgefäß, sehr genau mischen,  länger rühren, GFK-Abreisgewebe als dünne Fülllage auf den Klebflächen (vorher zuschneiden), nicht zu sparsam mit dem Kleber sein. Vorher unbedingt auf die Konsistens des Klebers achten und eventuell Füllstoff bereithalten um den Kleber zähflüssiger zu machen. Schnittreste habe ich kleingeschnibbelt um mir notfalls einen Epoxi-GFK Brei machen zu können um Lücken zu füllen. Am schrägen Rand des Rumpfs rutschen die Schraubzwingen mit dem Plastikschutz übrigens gnadenlos ab. Wenn man eine Chance haben will muss man den Plastikschutz abziehen.  Ich würde sagen das man idealerweise 30 Schraubzwingen bereithalten sollte. Wichtig ist auch vorher da abzukleben wo kein Epoxy hin soll. Nachher ist das Deck drauf und  man kommt nur noch sehr schwer in den Bug. Man sollte auch einen Gedanken daran verschwenden wie man nach getaner Arbeit sein Werkzeug wieder sauber bekommt. Mit Aceton bekommt man das ein oder andere wieder sauber, aber das Zeug löst auch gerne den ein oder anderen Kunststoff auf.  Wie z.B. den Teller der Waage die ich zum mischen des Epoxy verwendet hatte.

Mittlerweile habe ich noch einen ganz interessanten Tip gelesen: Harz und Härter jeweils in eine eigene saubere Plastik-Ketchupflasche (diese Dinger zum rausdrücken) füllen um einfacher beim mischen dosieren zu können.  
 

Unter anderem hat die Firma WEST SYSTEMS das ein oder andere zum verarbeiten von Epoxy publiziert. Vorher unbedingt in das Thema einlesen!

Leisten mit Epox bestrichen, Gfk-Füllgewebe habe ich danach mit Epoxi getränkt und das neue Deck draufgelegt und fixiert.

Das neue Deck ist fixiert (PS: ja ja ich weis die Milch wird schlecht ...)

Da die kalte Jahreszeit schon begonnen hat, habe ich einen billigen kleinen Heizlüfter in das Boot gestellt. Natürlich bei andauernder Kontrolle, denn ich hatte sorge das mir am Ende die  ganze Geschichte noch anbrennt.

Nach ca. 2 Tagen habe ich das überstehende Holz mit dem Multitool direkt passend am Rumpf abgesägt. Damit das Holz oben nicht ausreißt habe ich vor dem Sägen eine Kieferleiste mit zwei Schraubzwingen oben auf der vorraussichtlichen Schnittkante fixiert.



neues Vordeck

Abgesehen davon das ich die Plastikverkleidungen auf das dickere Deck anpassen muss bin ich mit dem Ergebnis wirklich sehr zufrieden.

Bei meinen ersten und gescheiterten Versuch das Deck zu kleben, hat das Epoxy nicht wirklich abgebunden. Das Deck hat sich also gelöst und ich musste überall das alte matschige Epoxy runterkratzen. Ein befreundeter Nachbar und MoBo Besitzer hat mir seinen Parkettschaber / Ziehklinge  für diese Arbeit  geliehen und bin seit dem ein Fan davon. Man muss nur wieder aufpassen mit den Enden der Klingen keine Riefen zu ziehen.

 



Furnier-Reparatur                                                                                                                                       Ich hatte sehr Glück das, das originale Funier bis auf zwei stellen am Wellenbrecher eigentlich ganz in Ordnung war. Habe an den zwei reparaturbedürftigen Stellen zwei Methoden ausprobiert.  Nach dem Festkleben der losen (delaminierten) Schicht habe ich eine Seite mit Füllpaste (Clou Holzpaste) und die andere Seite mit einem eingesetzten Stück Mahagoniefurnier. Geholfen hat es die Bruchkanten mit einem scharfen Messer zu begradigen und dann eine Schablone mittels der Papier, Bleistift - Abpausmethode wie im Kinderkrimi anzufertigen.

  Eingeklebtes Stück Mahagonie, vor dem Lackieren

  Nach dem Lackieren


Füllpaste, vor dem Lackieren

   Nach dem Lackieren

Leider hat mir die Farbe der Reparaturpaste nachdem Lackieren nicht wirklich gefallen. Aber zum Glück wird das meiste vom Wellenbrecher abgedeckt. Bei Gelegenheit werde ich mir einen alten Küchenzerkleinerer besorgen und mal etwas Mahagonie zu Pulver machen. Dann probiere ich aus ob das mit Epoxi eine bessere Füllmasse gibt.

 

Entlacken                                                                                                                                                     Da habe ich ziemlich mist gebaut. Ich war zu begeistert  wie gut das mit der Heißluftpistole ging und obwohl ich die Warnungen bezüglich Brandflecken (von Ziehklingenkratzern mal ganz zu schweigen) gelesen hatte,  ging ich stur weiter meinen Weg. Eine Menge Frustration /  Depression und natürlich Schleifarbeit hätte ich mir sparen können wenn ich es gleich mit der Schleifmaschine gemacht hätte.  Im Nachhinein hätte ich das Entlacken besser erst nach dem Kleben des neuen Decks gemacht.  Am liebsten benutze ich einen Dreieckschleifer von LIdl. Ausreichenden Schleifpapiervorrat habe ich gleich mitgekauft, gibt es aber anderswo günstiger. Ich habe mit den billigen Schleifmaschinen bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht.

 

Lackieren                                                                                                                                                           Der Zeug das ich beim Lackieren des Rumpfes auf der frisch lackierten Fläche aus der Luft eingefunden hat, hat mir gereicht. Letztendlich haben mich meine Überlegungen das möglichst Staubfrei hinzubekommen in eine mit billiger Abdeckfolie abgehänge Garage geführt. Ich habe mit Epifanes lackiert. Nach der verarbeitung kann ich sagen das mir der lack sehr gut gefällt. Ich habe mich versucht an die Verarbeitungsanweisungen des Herstellers zu halten. Allerdings habe ich nach 6 anstatt 8 Schichten aufgehört. Bereithalten sollte man unbedingt. Epifanes,  passende Verdünnung, Mischgefäß, Pinsel, 2 Schaumpinsel (hab ich für die letzten beiden Schichten verwendet). Ich war froh mir einen etwas teureren Pinsel besorgt zu haben der wirklich wenig Borsten verloren hat.  Schaumpinsel nur einmal benutzen. Ich habe etwas mehr als eine Dose verbraucht. Sollte man sehr sehr sparsam Arbeiten brauch man vielleicht genau eine bei 6 Schichten.  Schätzungsweise sollten ca. 180ml bei den ersten Schichten im Becher sein.  Zum Entfetten habe ich handelsüblichen Brennspiritus benutzt. Sehr praktisch zum Abkleben fand ich diese Abdeckfolienrollen mit Kreppband an einer Seite.  Schaumpinsel gibt es sehr viel günstiger auch bei Tedi.

In der Lackierhöhle

Nettes Hilfsmittel um Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Auge zubehalten.

Mir gefällts

Kleines Update zum Lackieren: Habe zwischenzeitlich zwei klasse Vorträge und auf der Boot 2012 und der Boatfit 2012 vom gleichen Redner über die Bearbeitung von Holzbooten gehört, der unter anderem auch den ein oder anderen guten Tipp hatte. Wie z.B. das man restliche Epifanes besser in Plastikflaschen füllt, die so flexibel sind, das man die Luft vor dem Zudrehen rauspressen kann.

  An einem Rest schön zu sehen, dass Epifanes beim Trocknen schrumpft. Wie ich gehört habe setzen deswegen Edel-Werften ihre Holzboote wohl auch Wochen und Monat zur Seite bevor neue Schichten gemacht werden.



Laufendes Gut                                                                                                                              

Habe Ich ausnahmslos durch neues ersetzt. 

Das alte Fockfall hatte etwa eine länge von 8,5m und das Großfall von 10,5m. Das alte Material war einfarbig und ziemlich ergraut. Habe mich entschieden Fallen und Schoten mit schwarzen Kennfaden für die Fock zu nehmen und rote für das Groß. 

Ich hab zwar nichts gegen Knoten, aber da sie je bekanntlich die Bruchlast eines Seils veringern wollte ich erst die beiden Fallen mit einem Augspleiß mit Kausch versehen. Das stellte sich im Nachhinein als relativ umständlich heraus, weshalb ich dazu übergegangen bin die Sache zu vernähen.


 

 

 

                                                                                                                      
Persenning                                                                                                                                                 

Da seit meiner Drachenbauzeit nichts gegen den Umgang mit einer Nähmaschine habe, hatte ich direkt die ein oder andere Idee bezüglich einer neuen Persenning beziehungsweise auch einer Zeltpersenning.  Wenn ich alles so mache wie ich es im Kopf hab wird das nie was mit dem Segeln. Also wird die Persenning warscheinlich mit dem Hochdruckstrahler gereinigt und nach dem trocknen neu imprägniert und gut is!  Zumindest hatte ich es mir so vorgestellt. Allerdings habe ich nach einem ersten Versuch relativ schnell gemerkt, dass das mit dem Hochdruckstrahler zwar super geht aber ewig dauern würde, wenn man es gründlich macht. Ich glaube ich werde doch in eine neue investieren. Übrigens zerstört ein zu scharfer Strahl aus dem Hochdruckreiniger auch gerne mal so eine alte Persenning. 

Ich hatte großes Glück, das ich alte LKW-Plane geschenkt bekommen habe. Mit der Plane und einem simplen Wachsmalstift bekommt man eine super Schablone!  Die Abdeckung wollte ich möglichst aus einem Stück haben. In den Rand sollte ein umlaufendes Gurtband und an die kritischen Stellen Verstärkungen aus der LKW-Plane. Wasserdichter Stoff in ausreichender Breite und 10m x 2,5cm Gurtband am Stück gab es bei Ebay.  Zum Anzeichnen habe ich mir diverse Papier / Kartonschablonen gemacht. Ausserdem war weißer Edding auf dem dunklen Stoff ganz gut.  Habe den Stoff mit einem Heißschneider zugeschnitten. Ideal funktioniert ein billiger Lötkolben dessen Spitze man mit Hammer und Amboss zu einer Art Klinge ändert. Von den Pistolenartigen Lötkolben rate ich lieber ab weil meiner im Dauerbetrieb zu rauchen begann. Man muss sehr aufpassen, den so ein Lötkolben macht auch gerne mal ein Loch wo keins hingehört. 

War beim ersten Sommerregenschauer dabei um gleich zu kontrollieren ob meine selbstgemachte Persenning auch dicht hält. War zufrieden allerdings wollte ich über der Pflicht wieder eine Abspannung haben die große Ansammlungen von Wasser möglichst verhindern.  Hatte vorher das untere Stück vom Mast dafür verwendet. Da ich nicht so dicken Stoff genommen habe und die Persenning auch nicht so großzügig zugeschnitten ist, habe ich dafür extra eine Latte mit Polster dafür angefertigt. So muss ich nicht mehr den eher scharfkantigen Mast nehmen.


Die orginale Atlanta-Persenning

Die neue ist wenigsten schonmal angefangen

Durch die Schlitze in der Schablone spart man sich eine Menge Zeit.

Habe das untere Ende erst gesäumt und dann den Gurt direkt mit eingenäht.

Eine gepolsterte Latte als eine Art Dachfirst gegen zu große Regenansammlung

Die fertige Persenning

Nach dem Regen ohne Balken

Aus den Resten des Stoffes und Streifen aus ISO-Matte habe ich mir noch Polster für die Spanngurte genäht. 


Die Persenning passt zwar optisch gut zum Boot und war auch dicht, aber der Stoff war leider etwas zu günstig gekauft um dauerhaften Schutz zu bieten.  Der Stoff bleicht relativ schnell aus und eine zu Scharfe kannte kann im auch schnell etwas anhaben. Habe mir deshalb noch ein Stück der oben beschriebenen LKW-Plane besorgt und nach dem gleichen Prinzip eine zweite Persenning zu machen. Zusammen haben sich beide bereits einen Winter unter freien Himmel zu vollster Zufriedenheit bewährt. Habe noch vor den Dachfrist bzw. die stützende Untergrundkonstruktion bei Gelegenheit zu optimieren.  

Sieht nicht perfekt aus aber funktioniert gut



Gurtband und Ratsche am Heck ist auch abgedeckt

  Es hat gefroren...    ... und geschneit!     

Wie schon bei der schwarzen Persenning aus Stoff habe ich umlaufend ein 25mm breites Gurtband mit in eine Tasche am Rand der Persenning eingenäht. Zum Spannen habe ich eine normale Ratsche eines Zurrgurtes benutzt. Die Ratsche wird hinten von einem überlappenden Stück Plane etwas vor den Elementen geschützt.



Rig                                                                                             

Bei meiner Koralle war das goldfarben eloxierte Rig beim Kauf vorhanden. Habe rausgefunden das es auch ein schwarz eloxiertes Rig ab Werk gegeben hat und war längere Zeit auf der Jagt nach einer günstigen Gelegenheit, die sich dann dank Internet auch irgendwann ergab. Diesmal lief alles besser als ich es mir hätte wünschen können. Der Verkäufer brachte das schwarze Rig sogar bis nach Köln entgegen, am gleichen Tag an dem ich auf einem Konzert in Köln war. So konnte ich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und das Rig anschließend auf dem Heimweg abholen. Leider wurde es für den Verkäufer ein etwas bitteres Erlebnis: Er musste mit einem anderen Auto kommen, weil er sich bei einem anderen Auto beim zumachen der Heckklappe an dem Rig eine Scheibe zerbrochen hatte.  Ich hatte mit meinem vorhandenen Rig zuhause ausprobiert ob es passt. Habe meine Wanten mit Beschlag von meinem Mast umgebaut da diese deutlich besser aussahen. Ausserdem musste ich neue Klampen annieten. Leider konnte ich keine mit einem genau passenden Lochabstand finden. Trotz vorsichtigen aufbohren der Löcher in den Klampen sitzen die Popnieten etwas schief. Ausserdem mussten entsprechend lange Nieten her die passten. Ich freue mich über Baumniederholerbeschläge und einen wenn auch etwas schief angeschraubten Einpick-Beschlag für einen Spibaum wie ich vermute.

Eine der neuen Klampen












Alu-Rigs(S6R) im Vergleich zum Holz-Rig (S5)




Rumpf                                                                                    

Leider liest man immer mal wieder das Leute die zwar GFK- Boote kennen und die Koralle restaurieren wollen die äussere Schicht für Gelcoat halten. Leider versuchen sie Ihn komplett zu entfernen. Meiner Meinung nach ist das ein schlimmer Fehler. Ich halte grade den Rumpfaufbau für eine Einheit, die die Koralle zu eine Innovation ihrer Zeit machten.  Siehe dazu auch das Online-Archiv der Zeitschrift YACHT:  Jahrgang: 1967, Heft: 9, Seite 22 "Die Schneeberger Story"

Mal ein wenig Materialkunde.

Rumpf S6R Baujahr 1974: Gesammtstärke: 5,1mm bestehend aus ca. 2,1mm Prepeg Kunststoff und zwei Funierschichten mit ca. 1,3mm und 1,7mm

Zum Vergleich Rumpf einer S5

Rumpf S5 Baujahr 1965: Gesammtstärke: 4,75mm bestehend aus ca. 0,15mm Farbe, 0,8mm Kunststoff und drei Funierschichten mit ca. 0,9mm, 2mm und 0,9mm.

Leck-Reparatur                                                                                                                                          Auf dem Weg zu meinem Schleifplatz war ich ein wenig zu sorglos es kam so wie es kommen musste. Umgedreht auf dem Bootswagen liegend ist die Koralle abgerutscht und eine Ecke der Träger ist durch den Rumpf geschlagen. Transportsicherung scheint nicht nur im Straßenverkehr ein wichtiges Thema zu sein! Ich habe die losen Teile entfernt und die Ränder des Lochs trichterförmig ausgeschliffen. Glasfasergewebe  für mehrere Lagen  immer etwas größer werdend, zugeschnitten. Da das Loch an einer  gewölbten Stellle liegt habe ich mir zum Unterbauen ein Stück glatten Kartons mit Frischhaltefolie umwickelt. Das gleiche habe ich auch mit einem Stück Isomatte gemacht. Dazu ein Stück Brett und eine Dachlatte als Stempel.  Dann das Loch nochmal entfettet und mit mehreren Lagen Epoxy und Glasfaser wieder geschlossen. Nach dem Aushärten, das ganze abschleifen und gegebenenfalls noch  mit Spachtel geglättet und fertig.

Auf Frischhaltefolie haftet Epoxid nicht, zumindest war das bei mir so.

Schleifen&Lackieren                                                                                                                                 Wie heißt es so schön: Vorbereitung ist alles!  Habe den Rumpf mehrmals geschliffen und bin dabei mit dem Papier immer feiner gerworden.  Ich habe die alte Farbe nicht verbissen auf den letzten Rest entfernt, dafür aber drauf geachtet das wirklich der ganze Rumpf gründlich angeschliffen wird. Risse habe ich an den Enden angebohrt und mit GFK verspachtelt und geschliffen.  Kann nur jedem der sowas macht, raten die Herstellerangaben zur Untergrundvorbereitung  gut durchzulesen ich habe mich für Pre-Kote und Top-Lak von International entschieden.. Das sind  zwar keine Farben für den Unterwasseranstrich, aber  ich will ja auch keinen Wasserlieger haben. 

Vor dem Schleifen habe ich die Schwertkästen abgeklebt.

Beim Anbohren der Risse habe ich versucht nur durch den Kunstoff zu bohren. Verspachteln nicht vergessen.


Grundlich den Rumpf gereinigt, Süllrand abgeklebt. Schwerter nicht vergessen so wie ich beim ersten Anstrich. Ich habe Pre-Kote 50/50 mit Top-Lak gemischt um bessere Deckung zu bekommen. Ist so auch in der Anleitung beschrieben, wenn ich mich richtig erinnere. Insgesammt ca. 400ml reichen für den Rumpf wenn man mit dem Roller arbeitet. Ist sogar schon ein wenig zuviel. Ich hatte billige Rollen, warscheinlich waren meine nicht lösemittelbeständig, denn sie weiteten sich und vielen schließlich von der Rolle. Hier auch lieber etwas mehr investieren und gleich genug Rollen kaufen.


Habe mir am nächsten Tag im Baumarkt dann einen neuen Roller und mit feinerer Rolle besorgt die dann auch den ganzen Streichvorgang gehalten hat. Voranstrich hatte 24 Std Zeit zu trocknen. War schleifbar aber anscheinend auch noch nicht durchgehärtet.. Angeschliffen mit 400er, entstaubt entfettet, wozu ich übrigens ganz normalen Spiritus verwendet habe.,  erste Schicht Top-Lak  aufgebracht.



 


Scheuerleiste                                                                                    

Die Scheuerleiste die sich beim Gebrauchtkauf am Boot befand, war zwar ordentlich ausgeführt, aber gefiel mir schon deshalb nicht da sie nach oben hin überstand und so einen Rand ergab der erfolgreich das Wasser am Abfließen hinderte. Im Original ist wohl eine Kederleiste aus Plastik seitlich in Decksaufbau gesteckt wo sich eine extra Nut dafür befindet. Im Koralle-Forum hatte auch jemand ein passendes Produkt  gefunden gehabt, was es anscheinend aber nicht mehr zu kaufen gibt. Ich wollte lieber eine aus Holz die auch farblich zum Boot passt. Die Idee mit der Tapetenleiste habe ich zum Glück wieder verworfen. Für meine Scheuerleiste haben sie die Schnittreste des Vordecks angeboten. Habe die genauen Breiten für je Vordeck und Pflicht  entlang (Steuerbord und Backbord ) gemessen und die Leisten entsprechend Breit abgesägt. Dann habe ich mir aus einem Restholz einen vorher berechneten Anschlag gesägt, um die Leisten schäften zu können. Mit der Kreissäge zu Schäftungen herzustellen fand ich nicht ganz ungefährlich, fand das Ergebnis dieser Methode allerdings ganz brauchbar.  Ich habe 4 Teilleisten weil dass neue Vordeck aus einer dickeren Holzplatte als das Original ist und ich nicht zuviel überstehen haben wollte.  Vielleicht hätte ich die Leisten besser durchgehend zusammengeschäftet ohne eine Stufe in der Breite drin zu haben.

Habe zusätzlich noch ein Restholz zum andrücken benutzt.



Zum Verkleben habe ich mir noch aus Kiefernholz eine Art Anschlag gemacht. Mit Frischhaltefolie als Trennmittel um die Scheuerleiste am verkleben mit dem Anschlag zu hindern, funktionierte das wunderbar.  Wirklich begeistert bin ich immer mehr von 2K-Epoxy aus Spritzen in fertiger Dosierung. Damit kann man wirklich sparsam und sauber arbeiten wenn man will.
Habe auch eine Anschagversion mit einem langen Schlitz ausprobiert was sich leider nicht bewährt hat. Die Leisten sind im Moment zusammengeklebt, aber noch nicht weiterbearbeitet. 


Eine Seite fertig zum kleben

Schäftung 

drei Schraubzwingen sollten es schon sein

Ablängen der Scheuerleisten am Boot.

Habe die Leisten nach dem Ablängen dann mehrfach mit Epifanes lackiert. Immer brav mit Zwischenschliff, entstauben und entfetten. Zum Ankleben habe ich das Deck an den Kanten abgeklebt, damit ich es mir nicht verhunze und anschließend die 4 Teilstücke mit 5 Minuten Epoxy angeklebt. Diese Arbeit ist ziemlich unangenehm, weil man ziemlich schnell sein muss.  Ausserdem muss die ganze Sache ordentlich angedrückt werden und man ärgert sich schwarz wenn man sich mit dem Epoxy was versaut. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich hier noch besser hätte vorarbeiten müssen und z.B. noch den Rumpf abkleben müssen, aber ich wollte die Sache hinter mich bringen. War ausserdem auf ein paar helfende Hände angewiesen, die ich zum Glück  kurzfristig anfordern konnte.

So sieht die neue Scheuerleiste fertig aus



Schwerter                                                                                                                                   

Man sagt sich das die Schwertkästen einer Koralle unter anderem  schonmal undicht sind. Bisher habe ich vorbeugend die beiden Schrauben und Dichtungen durch neue ersetzt. Das geht relativ problemlos indem man die alte Schraube mit einer Ersatzschraube rausschiebt und diese dann auf gleiche Weise mit der neuen ersetzt, damit man wieder die Flügelmutter auf der gleichen Seite hat. Die Schwerter ein- und auszubauen ist nicht ganz so einfach, so das der Wechsel der Schraube mittels durchdrücken eine schön einfache Sache ist sollte man nur die Dichtungen und/oder Schrauben tauschen wollen. Bei mir waren M5x50 Schrauben drin. Habe aber etwas längere eingesetzt.  Als Dichtungen habe ich sogenannte Hahnscheiben, aus dem Sanitärbereich genommen. Habe mit einem Locheisen die Scheiben für M5 Schrauben passend gemacht.


Hier mal ein Bild von einem komplett ausgeklappten Seitenschwert. 

Ich wollte bei dem ganzen Restaurieren die Schwerter erstmal zu einem späteren Zeitpunkt instandsetzten und erstmal zum Segeln kommen, was sich aber als schlechte Idee rausgestellt hätte. Die Schwerter waren an den Kanten teilweise bis auf das Holz abgeschliffen. Jetzt waren sie gut durchgetrocknet weil sie bei mir  noch kein Wasser gesehen hatten und ich konnte ihnen eine paar schöne Schichten Epoxydharz gönnen. Habe kurz mit der Herstellerfirma von der ich mein Epoxydharz habe, Kontakt aufgenommen und mich über den Verdünner schlau gemacht, der das Epoxy-Klebe-System das ich noch in ausreichenden Mengen zur Verfügung habe streichfähig machen soll. Es gibt sicher bessere Lösungen dafür, die ein besseres Bild ergeben, aber wer kuckt schon auf die Schwerter. Habe mich entschlossen, dass das Ruder auch so beschichtet wird wenn es das nächste mal nötig ist. Hatte es leider schon mit Epifanes gestrichen. Bei mir waren lustigerweise bereits zwei etwas verschiedene Schwerter verbaut. Die Anschlagpunkte für die Niederholergummis und die Leinen zum hochziehen liegen erkennbar verschieden. Ausserdem war das Gewicht unterschiedlich.  Habe es dabei belassen mir von beiden eine Schablone zu machen und sie mit Epoxy zu streichen. Habe im Forum gelesen das jemand auch eine Schicht  Glasfasermatte aufgebracht hat um die Stabilität der Schwerter beim Aufrichten nach einer Kenterung  zu erhöhen. 


Meine zwei unterschiedlichen Schwerter übereinandergelegt

Der Wiedereinbau war ein wenig unlustig. Ich habe Beim Ausbau die Lage der Schwerter und der Leinen mit Fotos gut dokumentiert. Habe zuerst die neuenLeinen eingezogen und dann an den Schwertern befestigt. Ein Schwert klappte nachher bei mir nicht ganz ein, was daran lag das ich es beim Festmachen der Leine zum hochziehen, etwas zuviel Leine überstehen lassen habe. Die Schlaufe stieß innen im Schwertkasten gegen das Loch und verhinderte das komplette Einfahren des Schwertes. Habe die Schlaufen vernäht um eine hoffentlich gute Verbindung zu bekommen. Für Knoten ist der Schwertkasten warscheinlich zu schmal und es besteht die Gefahr das sich Knoten aufscheuern würden. Original sind die Leinen und Gummis mit sehr steifen Draht zusammengekrimpt. Habe mir bei den Gummiseilen mit einem dickeren Kupferlackdraht beholfen. Die angeschrägten Seite der Schwerter müssen nach innen  zur Bootsmitte liegen. Habe die Schwerter dann mit der Vorderkante (voll ausgeklappte Lage) senkrecht an der Vorderkante des Schwertkastens nach oben eingeführt und gleichzeitig mit der Schraube um Schwertkasten nach dem Loch gestochert. Dabei besteht auch gleich die Gelegenheit sich die mühevoll aufgebrachte Epoxy-Schicht gleich wieder zu verkratzen. Schneller Erfolg und Verzweiflung liegen hier sehr nah beieinander.

Blaue Aufholerleinen und rote Gumminiederholer beim Einbau

Die blaue Schlaufe ist absichtlich kurz gehalten und vernäht



Segel  

Hier mal die 10,5m² Regattabesegelung meiner S6R und die 8,5m² Besegelung der S5 von der Zeilmakerrij DeVries, die leider etwas schmutzig ist. Ausserdem habe ich noch für kleines Geld eine Fock von einer Atlanta Kolibri bekommen. Da rostet aber das eingenzogene Stahlsei im Vorliek.





Stehendes Gut

Abgesehen das ich einen schwergängigen Wantenspanner wieder flott machen muss, bin ich sehr zufrieden.  Ich benutze zwei der beim Trailer übriggebliebenen Klettkabelbinder für den Transport.




Verklicker

Das Verklickerfänchen aus Spinnakernylon hat es nach Jahren natürlich hinter sich und muss erneuert werden.  Eigentlich wäre ich ja durchaus bereit gewesen das neue Fähnchen auch zu nähen, aber ich wollte mal eine Version mit doppelseitigen Klebeband ausprobieren. Habe zusätzlich in der Ecke zum Mast und an der hinteren Kante zusätzlich Verstärkungen aus Selbstklebenden Spinnaker aufgebracht.

Nach einem Fehlversuch hab ich jetzt für die Zukunft eine Schablone. Die blauen Linien zeigen jeweils die Zugaben für die Taschen und Säume.  Die farbigen Streifen zeigen wo ich doppelseitiges Klebeband hingeklebt habe. 


 


Wasserablass 

Der Vorbesitzer hat mir erzählt, dass er den Ablass nach unten verlegt hat, weil bei der Orginal-Ausführung ein technischen Rest an Wasser im Boot geblieben ist.  Ich habe lediglich den verrosteten alten Schraubverschluss aus Guss durch einen aus Messing ersetzt. Ich persönlich finde den Optimierungsgedanken dahinter nicht schlecht.


Vor dem Lackieren



 
 

 
Wellenbrecher                                                                                                                       

Keine Ahnung ob es dafür eine bessere Bezeichnung gibt. Vorherige Versionen der Koralle hatten eine grade zulaufende und etwas aufragenden Wellenbrecher aus Holz. Die Plastikwellenbrecher sind auf die Vordeckskonstruktion gesteckt. Leider passten die bei mir durch das 2mm dickere neue Deck nicht mehr drauf. Ich wollte meine als Reserve behalten und habe mir ein paar mit ein paar Ersatzteilen bei Ebay ersteigert. Leider waren die etwas angeknackst, aber wieder flott zu bekommen.
Die gebrochene Stelle kann nicht mehr in die ursprüngliche Position zurück
Bruchstellen ausgefräst
Mit Glasfaserspachtel verspachtelt und geschliffen


Danach habe ich die entsprechenden Nuten auf der Rückseite entfernt damit es bei mir passt. Anschließend das ganze angeschliffen, gut mit Spiritus gesäubert und entfettet und mit der Sprühdose schwarz lackiert. Später mit neuen Messingschrauben montiert.


Fertige Wellenbrecher